Alma - Have U Seen Her

Alma - Have U Seen Her

Endlich ist es da – das langerwartete Debütalbum von Shootingstar Alma. "Have U Seen Her" ist unser Album der Woche. Das Album der streitbaren 24-jährigen Finnin, die schon Tracks für Größen der Musikszene wie Miley Cyrus, Ariana Grande und Lindsay Lohan schrieb und für Martin Solveig ("All Stars") und Felix Jaehn ("Bonfire") sang, entstand in Zusammenarbeit mit vielen renommierten Produzenten und Songwritern. Knallgrüne Haare, lautes Lachen: Die finnische Sängerin Alma kann man nicht übersehen. Ihr größtes Plus aber ist ihre kraftvolle Stimme, die sich über Elektropop legt. 

2013 nahm Alma an der finnischen Ausgabe der Castingshow “Pop Idol” teil und belegte hier den fünften Platz. 2016 wurde sie schlagartig auch hierzulande bekannt – über ihren Hit “Bonfire”, den sie mit Felix Jaehn veröffentlichte. Es folgten “Dye My Hair” und “Chasing Highs”, die Single “All Stars” mit Martin Solveig, sowie Kooperationen mit internationalen Musikstars wie French Montana ("Phases") oder Charli XCX ("Out Of My Head"). In den letzten Jahren hat die 24-Jährige unter anderem für Ariana Grande, Miley Cyrus oder Lana Del Rey Songs geschrieben, viele Live-Konzerte gegeben und eine US-Tour mit Tove Lo gespielt. Mit ihrem eigenen Debütalbum hat sie sich etwas Zeit gelassen. “Have U Seen Her?”, das mit scharfsinnigen Texten und eingängigen Beats punktet und laut Alma darum geht, seinen Platz und seine Menschen in der Welt zu finden und sich wertgeschätzt zu fühlen. Und ALMA hat einige ihrer schärfsten Songs auf dem Debütalbum "Have You Seen Her?" Gemacht, egal ob sie ihren Partygirl-Status annimmt ("Nightmare", "Bad News Baby", "Worst Behaviour") oder sich mit falschen Freunden befasst ( 'LA Money') und wird müde von neuem Ruhm ('King Of The Castle'). Zuvor versteckte sie sich wie bei 'Chasing Highs' mehr hinter einem formelhaften, tropischen Pop-House, das Love Island mit banalen Texten über Dancefloor-Romantik vertonen konnte. "Have u seen hern?" erforscht stattdessen eine dunklere Stimmung und steckt voller unwiderstehlicher Pop-Hooks, Trap-Beats, gruseliger Synthesizer und melodischer R & B-Jam-Songs - und das alles mit zutiefst persönlichen Geschichten im Kern. In 'Worst Behaviour' mit dem schwedischen Pop-Kraftpaket Tove Lo legt ALMA Dinge auf den Tisch: „Es ist mir egal, was Sie von mir halten… Sie müssen nicht beurteilen, wie ich Dampf ablasse.“ Ihre hedonistische Haltung spiegelt sich darin wider, dass sie Breakbeats und Partyrufe überspringt: „Wenn du gehen willst - dann geh hart“ . Das eingängige "Bad News Baby" stößt mit militaristischen Beats und Subbass-Knurren und "Nightmare" -Dips und Tauchgängen mit Stakkato-Messing-Explosionen und Fallenklatschen vor.Wenn die erste Hälfte des Albums für rücksichtslosen Spaß eintritt, untersucht die zweite Hälfte diese Frivolität eingehender. Auf der Plüsch-R & B-Nummer 'My Girl' beginnt ALMA, ihr eigenes Verhalten in Frage zu stellen, nachdem sie einem Mädchen erlegen ist, das „eine Pille auf meine Zunge legt“ . Später, auf dem schleichenden "Find Me", kanalisiert sie subtil die Melodie von Miley Cyrus 'Partyhymne "We Can't Stop", hört aber auf, den totalen Hedonismus zu verherrlichen, und bewertet die dunkle Seite jener Nächte, in denen man sich verirrt und verliert habe " hundert verpasste Anrufe" . Auf dem flotten 'Loser' fasst sie alles zusammen: „ Ich habe Probleme mit meiner DNA“. Alma hatte große Pläne für dieses Jahr. Neben einer Welttournee, Album-Release-Partys und den zahlreichen Reisen, die sie sich erhofft hatte, wollte sie auch Zeit, um einfach mit ihren Freunden zu feiern, nachdem sie ihre Staats-Tour mit Tove Lo beendet hatte .

Tracklist / Info

1. Have U Seen Her?
2. LA Money Lyrics
3. Worst Behaviour (feat, Tove Lo)
4. Stay All Night
5. Bad News Baby
6. Nightmare
7. Mama
8. King of the Castle
9. My Girl
10. Find Me
11. Loser
12. Final Fantasy


Drucken