Joris – Willkommen Goodbye

Anfänglich sollte sein drittes Album den Titel "Nur die Musik" tragen. So wie die erste Vorabsingle, die Joris im Sommer letzten Jahres veröffentlichte und die auf den 3. Platz der deutschsprachigen Radio-Jahrescharts schoss. Doch bekanntlich kommt es nicht selten im Leben anders, als ursprünglich geplant: Das dritte Album war für den Vollblutmusiker wie keines davor. Das erste Mal in seiner Karriere konnte er sich gänzlich den Aufnahmen widmen und das ohne parallel laufende Konzerte. Wie nah Freud und Leid beieinander liegen können, demonstriert Joris nun auf "Willkommen Goodbye".

Joris ist im Moment nicht nur bei "Sing meinen Song – das Tauschkonzert" auf VOX zu sehen, sondern hat auch gerade sein neues Album "Willkommen Goodbye" veröffentlicht. Wenn es einen Musiker gibt, der grade besonders herausragt, dann ist es JORIS. Wie viele Musiker leidet er selbstverständlich auch an den fehlenden Konzerten und Live-Momenten mit seinen Fans, doch anstatt Trübsal zu blasen, nutzte er die Zeit der Ruhe und startet nun gleich mehrfach wieder durch…er engagiert sich für soziale Projekte und ist eben Teil der neuen VOX-Staffel „Sing meinen Song“. Nach seinem letzten Album „Schrei es raus“ im Jahr 2018 wurde es ja eher ruhig um den 31-jährigen Musiker. Die letzten zweieinhalb Jahre hat er nämlich an seinem neuen Album gearbeitet und sich komplett auf die Musik konzentriert – manchmal mit seiner Band im großen Studio und manchmal allein in seinem Lockdown-Kämmerchen. Die neun Tracks sing in Berlin-Weißensee entstanden, ergänzt der Songschreiber mit zwei instrumentalen Zwischenspielen: „Aurora“, also Morgenröte, und „Nachtmusik“. Still und kraftvoll. Mal traurig, mal fröhlich. Diese Stimmungen ziehen sich durch das gesamte Album des 31-Jährigen. „Das Album hat viel ‚Willkommen‘ und viel ,Goodbye‘, bleibt aber am Ende immer positiv“, sagt der Sänger selbst. Bisweilen frage er sich ohnehin, warum manche ihn bloß als melancholischen Pop-Poeten abstempeln. „Waren die schon mal auf meinen Konzerten?“ Aber natürlich gibt es diese Momente der Betrübtheit. Vor allem auf „Steine“: Die Ballade habe er geschrieben, als seine Freundin um eine vertraute Person trauerte. In diesen Momenten könne man der betroffenen Person den Schmerz nicht abnehmen, aber für sie da sein. Neben diesen stillen Momenten fährt Joris auf seinem dritten Album auch immer wieder das große Besteck auf. „Sturm und Drang“ oder „Game Over“, die das Album eröffnen und abschließen, sind klassische Stadionhymnen. Auch die Vorab-Single „Nur die Musik“, die seit einem Jahr in Popradios rauf- und runterläuft, vermittelt gute Laune. Sie zeigt auch die Experimentierfreudigkeit des dreifachen Echo-Gewinners, dessen rauchige Stimme einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Neben einem Hintergrund-Chor, den seine Freunde während einer Fahrt im Tourbus ins Handy einsangen, versteckt Joris kleine Referenzen an frühere Hits. Ein auf den Boden fallendes Glas erinnert etwa an „Lemon Tree“, das One-Hit-Wonder von Fool’s Garden. Im „No Drama Song“, der mit klassischem Klavierspiel beginnt, fängt der 31-Jährige das Lebensgefühl seiner Altersgenossen ein: der Übergang von unbeschwerter Freiheit zum Erwachsenwerden mit 30 – samt Familiengründung, Yoga und kohlenhydratarmer Ernährung. „Willkommen Goodbye“ ist gut hörbarer Pop mit eingängigen Texten für die großen und kleinen Momente im Leben. Im ersten Quartal 2022 will der Musiker auf ausgedehnte Tour durch Deutschland gehen und diese fesselnden Stücke erstmals live spielen.

Tracklist / Infos

01. Sturm & Drang
02. Nur die Musik
03. Song X
04. Untergang
05. No Drama Song
06. Home Again (& LOTTE)
07. 2017
08. Steine
09. Willkommen Goodbye
10. Song Y
11. Game Over


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