Madonna - Madame X

Madonna - Madame X

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Ist Madonnas neues Album "Madame X" wirklich so schlecht, wie viele Kritiker behaupten? Die Antwort ist natürlich: Nein. Deswegen ist auch diese Platte unser Album der Woche geworden. 

Madonna verteidigen! Kein leichter Job gerade. Fast alle wollen sie blöd finden, etwa ihren Auftritt beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv: Da hat sie schief gesungen, peinlich! Ihre Comeback-Single "Medellín" mit Maluma, dem kolumbianischen Superstar: netter Song, schunkelt hübsch mit diesen Reggaeton-Einflüssen, und die Zeile "We built a cartel just for love" ist genial, provokant, sofort im Hirn verankert. Aber in den Charts? Da krepiert "Medellín". Madonna hat keinen Erfolg mehr!Auch wenn die mediale Berichterstattung über Madonna und insbesondere über ihr neues Album "Madame X" im Vorfeld nicht nur positiv ausfiel, beweist die Queen of Pop einmal mehr eindrucksvoll, dass sie noch längst nicht zum alten Eisen gehört: Wie "Rollingstone" vermeldet, hat die 60-Jährigen mit ihrem aktuellen Werk wieder einmal die Spitze der US-Charts erobert. Damit ist "Madame X" bereits das neunte Nummer-eins-Album von Madonna - nur eine Sängerin kann das noch toppen: Barbra Streisand, die mit insgesamt elf Platten auf Platz eins landete. "Billboard" zeigt in einer aktuellen Analyse außerdem, dass Madonna in den vergangenen 40 Jahren pro Jahrzehnt immer mit mindestens vier Alben in den Top-10 vertreten war. "Madame X" klingt also, als hätte Madonna zum ersten Mal seit Jahren wieder Spaß am Musizieren gehabt, am Ausprobieren, und als habe sie sich dabei - auch wenn das schwerste Kreativromantik ist - nur auf ihre Intuition verlassen. Auf ihren letzten beiden Alben war von Intuition nichts mehr zu spüren. Da hechelte sie dem jeweils aktuellen Pop-Sound hinterher. Auf "Madame X" hechelt gar nichts mehr, man könnte sogar sagen: Madonna hat ihren Groove wiedergefunden. Langsamer, lasziver. Madonna (60) kann zweifelsfrei auf eine phänomenale Karriere zurückblicken. 300 Millionen verkaufte Tonträger und sieben Grammys stehen bis heute auf der Haben-Seite.

Tracklist / Info 

01. Medellín (with Maluma)
02. Dark Ballet
03. God Control
04. Future (feat. Quavo)
05. Batuka
06. Killers Who Are Partying
07. Crave (feat. Swae Lee)
08. Crazy
09. Come Alive
10. Faz Gostoso (feat. Anitta)
11. Bitch I'm Loca (feat. Maluma)
12. I Don't Search I Find

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